Jana unterwegs: Tschechien, Prag und die böhmische Küche

Wie jedes Jahr, waren wir auch dieses Jahr wieder zum „mit-dem-Floß-durch-Brandenburg-Tuckern“ an der Havel. Doch diesmal wollten wir den Urlaub noch etwas länger genießen und so entstand spontan die Idee nach Prag zu fahren. Natürlich nicht mit dem Floß, sondern mit dem Auto, was in vier Stunden und mit einer tschechischen Autobahnvignette möglich ist. Dann war der große Tag auch schon da und ich minimal nervös, weil man ja so wenig weiß über die Nachbarn im Osten, die Sprache nicht spricht und auch nicht verstehen kann und es viele Vorurteile gibt. Diese möchte ich gleich einmal aus dem Weg räumen: Nein, unser Auto wurde nicht geklaut und die meisten Tschechen sprechen sehr gutes Englisch, was an den vielen in Prag lebenden Amerikanern liegt.

Wir fuhren also über die tschechische Grenze, voller Erwartungen an dieses unbekannte Land. Ein Stück der Autobahn war gesperrt, weswegen wir für ca. 20 km auf die Bundesstraße ausweichen mussten. Das fanden wir aber nicht weiter schlimm, denn so bekommt man auch einmal den ländlicheren Teil dieses schönen Landes zu sehen. Kaum von der Autobahn abgefahren, erschien rechts neben der Straße eine Ruine mit zerschossenem und zerbombtem Mauerwerk. Da muss man schon erstmal schlucken, denn sowas sieht man sonst eigentlich nur in den Nachrichten. Aber es stellte sich heraus, dass diese Ruine einfach so abgelegen lag, dass es sich nicht gelohnt hätte, diese nach dem zweiten Weltkrieg wieder in Stand zu setzen oder aber gar abzureißen. Die nächsten Orte durch die wir fuhren waren ganz normale kleine Orte, wie man sie auf dem Land eben so findet: Kleine Bauernhöfe, alte Tankstellen und alte Häuser. Besonders beeindruckend war die Natur, denn Tschechien ist unfassbar grün mit vielen Hügeln, kleinen Bergen und tollen Panoramen.

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Blick von der Karlsbrücke auf die Prager Kleinseite

In Prag angekommen zog es uns nach einem kurzen Zwischenstopp schnell in die Altstadt. Unser Hotel lag 2,3 km vom Stadtkern entfernt, was aber nicht weiter schlimm war, denn Prag verfügt über ein tolles Nahverkehrsnetz. Wir entschieden uns trotzdem dafür, zu Fuß in die Innenstadt zu laufen, denn so lernt man eine neue Stadt nunmal am besten kennen. Was uns in der Altstadt erwartete war atemberaubend! Alles sieht aus wie im Märchen und jedes einzelne Gebäude ist mühevoll restauriert und einfach perfekt. Das Beste ist, dass man sich ewig in der Altstadt treiben lassen kann, von Gasse zu Gasse und dieses Meer von alten tollen Häusern scheint gar nicht aufzuhören. Wenn man sich deutsche Städte anschaut, findet man sicherlich auch schöne Altstädte, aber mit der Prager Altstadt kann meiner Meinung nach, weder München noch Köln mithalten. Es ist wie Disneyland – nur besser und echt. Soll wohl daran liegen, dass Prag beide Weltkriege relativ unbeschadet überstanden hat.

In den folgenden Tagen erkundeten wir also die Prager Burg (das größte zusammenhängende Burgenareal der Welt), die Karlsbrücke, die Insel Kampa, den Prager Eiffelturm, das jüdische Viertel und vieles mehr. Was aber mindestens genauso spannend war, war die böhmische Küche. Diese lässt sich am aller besten in Restaurants erkunden, in denen auch die Einheimischen essen gehen und nicht nur die Touristen. Diese Restaurants zu finden, kann manchmal etwas schwierig sein – das Suchen lohnt sich aber in jedem Fall.

Schweinshaxe mit zweierlei Knödeln und Kraut/ Entenkeule mit Knödeln und Kraut
Schweinshaxe mit zweierlei Knödeln und Kraut/ Entenkeule mit Knödeln und Kraut und Röstzwiebeln

Doch was hat die böhmische Küche zu bieten und was kommt bei den Tschechen so auf den Tisch? Die böhmische Küche ähnelt in gewisser Weise der bayrischen und österreichischen. Im Mittelpunkt steht oft Fleisch, die Soßen sind kräftig und die Beilagen deftig. In Tschechien wird sehr viel Schweinefleisch, aber auch Ente und Wild gegessen. Das Nationalgericht ist „vepřo-knedlo-zelo“ – ein Schweinsbraten mit Knödeln und Kraut. Knödel und Kraut gibt es zu fast jedem Fleisch und meistens findet man auf seinem Teller leckere Semmelknödel, aber auch andere Knödelarten. Das Kraut kann sowohl Sauerkraut als auch Rotkohl sein und rundet die Gerichte nochmal mit seiner sauren Note ab. Der Unterschied zur bayrischen Küche ist die Benutzung von viel Knoblauch und etwas mehr Salz, obwohl man da natürlich auch nicht jeden Koch über einen Kamm scheren kann. Ein weiteres typisch tschechisches Gewürz ist sicherlich der Kümmel, über den sich ja bekanntlich die Geister scheiden. Ich persönlich finde ihn in Maßen sehr spannend. Doch die tschechische Küche hat weitaus mehr zu bieten als deftige Fleischspeisen, denn gerade die Desserts sind oft fantastisch. Zum einen gibt es eine Vielzahl von süßen Knödeln, oft mit frischen Früchten oder Pflaumenmus gefüllt. Der Teig der Knödel kann dabei variieren. Sowohl Hefeknödel als auch Quarkklösschen sind vertreten und alle einfach nur zum darin Wälzen lecker. Ein weiteres tschechisches Gericht, was einige von euch wahrscheinlich auch schon aus Österreich kennen ist der „palačinky“. Dabei handelt es sich um den bekannten Palatschinken, einen dünnen Pfannkuchen (oder Eierkuchen, wenn ihr aus Berlin kommt). Dieser wird mit verschiedenen Toppings und Eissorten kombiniert. Ein weiterer Leckerbissen, den man in Prag an jeder Ecke findet und unbedingt einmal ausprobieren sollte ist der „Trdelnik“, ein traditionelles Gebäck, was auf Stöcken aufgerollt wird und dann über Kohle gegrillt wird. Dieses Gebäck hat seinen Ursprung zwar eigentlich in der Slowakei, ist aber aus Prag gar nicht mehr wegzudenken. Natürlich spielt auch der Preis immer eine große Rolle für Touristen und der ist abseits von den großen Plätzen mit den „Touri-Schuppen“ überraschend gering. Ein 3-Gänge-Menü mit Getränken haben wir oft für umgerechnet unter 15€ bekommen.

U Fleku, Prag
U Fleku, Prag

Und was trinken die Tschechen zu Schweinshaxe und co.? Unsere lieben Nachbarn sind uns in einem sehr ähnlich. Sie lieben Bier, sogar noch etwas mehr als wir, denn der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt dort bei 144 Litern. Damit sind die Tschechen Europameister im Bier trinken. Wir deutschen kommen nur auf Platz zwei mit deutlichem Abstand und 107 Liter pro Kopf und Jahr. In Tschechien wird dabei vor allem Pils getrunken, was in den zahlreichen Brauereien gebraut wird. Eine sehr bekannte Brauerei mit angeschlossenem Brauhaus in Prag ist das U Fleku. Dort bekommt man nicht nur leckeres Bier, sondern auch typisches Essen. Das U Fleku ist eine echte Institution in Prag und gehört meiner Meinung nach zu Prag, wie das Früh am Dom zu Köln. Es ist definitiv immer eine Reise wert.

Das tschechische Bier ist oft sehr süffig, wovon man sich jedoch nicht täuschen lassen sollte, denn der Alkoholgehalt ist nicht selten über 5%. Ausser Bier spielen auch verschiedenen Schnäpse eine große Rolle in der tschechischen Trinkkultur. Vor dem Essen wird gerne ein Schnaps auf Honigbasis getrunken, um den Magen vorzubereiten und nach dem Essen wir oft mit einem Kräuterschnaps abgeschlossen.

Ich bin begeistert! Begeistert von diesem tollen Land, der tollen Natur, den tollen Menschen, …von Prag, dem leckeren Essen und der Kultur dieses Landes. Prag ist eine Perle und ich glaube Prag wird leider oft unterschätzt. Viele Touristen die wir gesehen haben, waren wegen dem günstigen Bier für ihren Junggesellenabschied angereist und das wird Prag finde ich absolut nicht gerecht. Diese Stadt ist keine Saufhochburg, sondern ein Stück lebendige Geschichte, wie man sie selten findet. Ich könnte Wochen damit verbringen mich durch die Restaurants zu essen und weitere Monate dieses tolle Volk und diese wunderschöne Stadt besser kennen zu lernen. Ich kann jedem nur nahe legen, diese Stadt mindestens einmal zu besuchen und ich bin mir sicher, dass es nicht bei einem Mal bleiben wird.

Až příště, Jana Lavendel

Hummusravioli an Tomatensugo und Salbeibutter (auch ohne Nudelmaschine)

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Vor einiger Zeit habe ich mir eine Nudelmaschine gekauft und wie das immer so ist, wollte ich die natürlich sofort ausprobieren. Nur an den Zutaten für die meisten Raviolirezepte fehlte es leider. Deswegen musste ich kreativ werden und durchforstete den Kühlschrank. Von der letzten Party waren noch etwas pikanter Hummus (gibt es beim Discounter) und Olivenfrischkäse übrig. Erst kam mir die Idee nicht sonderlich durchdacht vor, doch dann habe ich es gewagt und daraus eine Raviolifüllung „gebastelt“. Das war vielleicht eine Schnapsidee, denn mittlerweile stehe ich vor jeder Party oder jedem Essen mit Freunden bei uns zuhause für mindestens zwei Stunden in der Küche und mache Raviolis. Die Hübschen gehen jedes Mal weg wir warme Semmel, weswegen ich dann beim nächsten Mal noch mehr davon machen darf. Also Achtung: das Rezept macht absolut süchtig und ist aber leider auch etwas zeitintensiv, zumindest wenn man es für mehr als 4 Personen macht… Aber es ist die Arbeit absolut wert!  Das Sugo und die Salbeibutter findet ihr hier: http://janalavendel.de/?p=252

Zutaten für 4 Personen:

Für den Teig:

  • 200 g.                Hartweizengrieß 
  • nach Bedarf     Wasser

Für die Füllung:

  • 100 g.                 Hummus Pikant (gibt es bei Aldi, aber auch bei Lidl)
  • 100 g.                 Olivenfrischkäse/Frischkäse
  • 1                         Ei
  • 3 EL                   Paniermehl
  • etwas                 Salz 

Zubereitung:

Für den Teig gebt ihr einfach den Hartweizengrieß in eine Schüssel und füllt langsam etwas (ca. 90 ml) warmes Wasser hinein. Lieber am Anfang nur 80 ml Wasser dazu geben, man kann sich immer noch herantasten, sollte der Teig noch zu trocken sein. Aus den beiden Komponenten einen festen, homogenen Teig kneten und abgedeckt beiseite Stellen. 

Während sich jetzt der Teig noch weiter verbindet, kümmert ihr euch um die Füllung. Dafür nehmt ihr einfach den Hummus und den Frischkäse und vermengt beides mit dem Ei, dem Paniermehl und etwas Salz zu einer leckeren Masse. Dabei darauf achten, dass alles schön gleichmäßig verteilt ist… 

Nun geht es dem Nudelteig an den Kragen. Diesen nehmt ihr jetzt und rollte ihn flach aus. Dafür könnt ihr die Nudelmaschine oder aber auch ein einfaches Nudelholz verwenden. Wichtig ist, dass der Teig nachher nicht dicker ist, als zwei Millimeter. Bei der Nudelmaschine darauf achten, dass ihr mit der dicksten Stärke beginnt und dann langsam die Stärke verringert. (Bei meinem Rädchen stehen die Zahlen von 1-9 und ich beginne immer mit einer 9 und ende mit einer 5-7, je nach Geschmack.)

Wenn die Nudelplatten ausgerollt sind, braucht ihr ein Ravioliförmchen oder aber einen Servierring/ eine kleine Tasse und eine Gabel. Mit dem Ravioliförmchen verfahrt ihr, wie auf der Anleitung angegeben. Solltet ihr gerade keins zu Hand haben, tut es auch jede normale Tasse. Diese drückt ihr einfach von oben auf die Nudelplatte und stecht somit einen Kreis aus dem Teig. Dann nehmt ihr etwas von der Füllung und gebt es auf die Mitte des Teigkreises. Dabei nicht zu viel nehmen, damit sich die Ravioli noch gut schließen lässt und nichts herausquillt beim kochen. Dann einfach den Rand des Teiges mit ein wenig Wasser bestreichen und die Ravioli in der Mitte zusammenklappen, sodass ein Halbkreis entsteht. Jetzt die Ränder noch gut mit dem Finger aufeinander drücken und dann mit einer Gabel einmal rundherum den Rand andrücken. Dadurch halten die Ränder noch besser und ihr bekommt die typische Ravioli-Optik. 

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Anschließend die Ravioli noch in gesalzenem Wasser für 2 Minuten kochen und fertig sind eure kleinen Schmuckstücke, die schneller weg sein werden, als ihr gucken könnt.

Dazu passt am besten mein Tomatensugo, aber grundsätzlich könnt ihr die Raviolis auch mit vielen anderen Soßen kombinieren. Probiert es einfach mal aus.

Guten Appetit, eure Jana

Very-Berry-Torte, die kleine Fruchtbombe

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Eine gute Freundin von mit hat mir ein ganz tolles Buch auf einem Bücherflohmarkt gekauft, in dem es um außergewöhnliche Torten geht. Eine sah toller aus als die andere und ich hatte Schwierigkeiten mich zu entscheiden. Am Ende ist meine Wahl auf eine mit frischen Beeren gefüllte Torte gefallen, die ich aber vom Rezept etwas abgeändert habe. Im Original war es nämlich ein Zitronenkuchen mit Buttercremefrosting. Ich dachte zu den Beeren würde ein Schokokuchen vielleicht sogar noch besser passen und auch das Frosting wollte ich möglichst beerig machen. Diese Torte ist dabei entstanden…

Zutaten für eine Torte:

für den Teig

  • 345 ml        Buttermilch
  • 6 TL            Vanillezucker
  • 450 g          Butter
  • 600 g          brauner Zucker
  • 600 g          weißer Zucker
  • 9                 Eier
  • 3                 Eigelb
  • 480 g         Mehl
  • 225 g         Kakaopulver
  • 2 TL          Backpulver
  • 1 Prise      Salz

für das Frosting

  • 300 g        gefrorene Heidelbeeren
  • 45 g          Zucker
  • 1 EL         Speisestärke
  • 1 TL         Zitronensaft
  • 450 g        Frischkräse
  • 110 g        Butter
  • 270 g        Puderzucker
  • 1 Prise     Salz

Zubereitung:

Die Zubereitung ist genau dieselbe, wie bei meinen Schoko-Cupcakes, nur die Menge ist verdreifacht. Wie genau die nochmal gemacht wurde erfahrt ihr hier: http://janalavendel.de/?p=41

Natürlich wird der Teig bei unserer Torte nicht in Cupcakeförmchen, sondern in eine kleine runde Springform gegeben. Meine hatte einen Durchmesser von 25cm. Teil die Teigmenge einfach auf und backt zwei Böden. Den einen schneidet ihr in der Mitte durch und den auf den anderen legt ihr mittig eine große Tasse und drückt diese kurz fest. Wenn ihr jetzt an den eingedrückten Stellen mit einem Messer langschneidet, erhaltet ihr die Aussparung, die ihr braucht, um nachher die Beeren hineinzufüllen. 

Jetzt bereitet ihr das Frosting vor, indem ihr in einem kleinen Topf die gefrorenen Beeren, den Zucker und die Butter zum köcheln bringt. Wenn die Beeren schön weich sind, gebt ihr sie durch ein Sieb in eine Schüssel und lasst sie etwas abkühlen. Dann siebt ihr vorsichtig den Puderzucker dazu und rührt diesen gleichmäßig unter die Masse. Nun noch das Salz, die Stärke, den Zitronensaft und den Frischkäse vorsichtig unterheben und solange rühren, bis eine homogene Massen entstanden ist. Danach für etwa eine halbe Stunde kalt stellen. 

Nun nehmt ihr den mittleren Boden mit dem Loch und bringt auf die Oberseite etwas von unserem Frosting auf. Das macht ihr am besten mit einem Spachtel oder einem Brotmesser. Dann legt ihr den Boden mit der gefrosteten Seite nach unten auf den unteren Boden. Achtet dabei darauf, dass die Böden schön gleichmäßig übereinander liegen. Nun streicht ihr auch die andere Seite des mittleren Bodens mit dem Frosting ein und füllt die Beeren in den Zwischenraum. Dann einfach den oberen Boden darauf setzen und fertig ist euer doppelter Boden mit Beerenversteck. 

Als letztes einfach die gesamte Torte von aussen mit dem restlichen Frosting bestreichen und mit einem Spachtel oder einem großen Kuchenmesser glattziehen. Zum Abschluss noch ein paar Beeren auf die Torte legen und fertig ist eure Very-Berry-Torte. 

Fertig ist eure tolle Sommertorte, die der Renner auf jeder Grillparty und bei jedem Picknick ist. Denkt daran sie im Kühlschrank aufzubewahren, damit euch der Frischkäse nicht wegschmilzt bei den warmen Temperaturen.

Guten Appetit, eure Jana

Arancini – Meine kleinen Goldstücke

IMG_3427Immer wenn ich Risotto mache, mache ich direkt die doppelte Menge. Mit dem abgekühlten Rest forme ich dann kleine Bällchen, paniere und frittiere sie. Was dabei entsteht ist eine knusprige Kugel mit lecker cremig-schlotzigem Risotto im Inneren. Waaaahnsinnig lecker…

Zutaten für vier Personen: 

  • 1 Portion            Risotto vom Vortag (Rezept findet ihr hier: http://janalavendel.de/?p=269 )
  • 1 Tasse                Mehl
  • 3                           Eier
  • 2 Tassen              Paniermehl oder Semmelbrösel
  • etwas                   Salz und Pfeffer
  • 600 gr.                 Frittierfett

Zubereitung:

Am besten zieht ihr euch für die Zubereitung Einmalhandschuhe an, denn das Risotto zu formen ist eine sehr klebrige Angelegenheit. Nehmt drei Verschiedene Teller oder Schüsseln und verteilt das Mehl, die gequirlten Eier und das Paniermehl auf die einzelnen Gefäße. Dann formt ihr mit euren Händen eine Kugel, die in etwa die Größe einer Mandarine hat. Diese meliert ihr dann in Mehl, damit die Panade nachher besser haftet. Danach wird die Kugel im Ei geschwenkt und abschließend im Paniermehl gewälzt, bis sie rundum gleichmäßig paniert ist. So macht ihr das mit allen Kugeln und legt sie danach auf einen melierten Teller neben euren Topf. 

In diesem Topf erhitzt ihr jetzt das Fett, bis kleine Bläschen aufsteigen, wenn ihr einen Kochlöffel oder ein paar Krümmel des Paniermehls hineinwerft. Dann gebt ihr langsam die Risottokugeln in den Topf und wartet solange, bis diese schön goldgelb sind. Dann einfach wieder aus dem Topf nehmen und auf ein Zewa legen, damit das überschüssige Fett abgesaugt wird. Fertig sind eure Arancini! 

In Italien werden die kleine Leckerbissen gerne auch mit Speck oder Ragout gefüllt. Ich persönlich finde aber, dass das gar nicht nötig ist, denn das Risotto an sich ist bereits lecker genug.

Guten Appetit, eure Jana

Der Herd heizt schon vor…

Die letzen Wochen habe ich mich sehr rar gemacht, weil ich im Unistress war… Aber das ändert sich jetzt. Ab morgen gibt es wieder regelmäßig super leckere Rezepte. Denn auch wenn ich nichts hochgeladen habe, so habe ich trotzdem sehr viel für diesen Blog ausprobiert und gekocht. Ihr könnt euch unter anderem auf selbstgemachte Nudeln, Mini-Lasagne, Arancini und eine einfache Marmelade freuen. Also bleibt dran, nur noch einmal schlafen 😉

 

Vancouver Island Oatbars, genau wie bei Starbucks

IMG_3023Diese Leckerbissen habe ich auf Vancouver Island bei Starbucks kennen und lieben gelernt. Dabei sind sie nicht nur total lecker, sondern auch gar nicht so ungesund, wenn man ein paar Sachen beachtet.

Zutaten für 12 Stück:

  • 1/2 Tasse              Butter 
  • 1/2 Tasse              brauner Zucker 
  • 1/4 Tasse              Agavendicksaft
  • 1/4 Tasse             Milch
  • 1/4 Teelöffel        Salz
  • 1/2 Teelöffel        Vanillezucker
  • 3 + 1/2 Tassen     Haferflocken

Zubereitung:

Nichts einfacher als das: Den Ofen auf 175 Grad Ober und Unterhitze vorheizen lassen und 2 Tassen der Haferflocken in einem Blender zu Mehl zerkleinern. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen und mit den restlichen Zutaten vermischen. Alles in einer Schüssel zu einem schönen Teig kneten und dann auf einem Stück Backpapier auf das Backblech verteilen. Danach einfach in den Ofen schieben und für ca. 20 Minuten, oder bis die Riegel schön golden sind backen. Danach auf dem Blech abkühlen lassen und dann in 12 gleichgroße Riegel schneiden. 

Kleiner Tipp, meine sind eigentlich noch nicht golden genug gewesen, also lieber noch was länger drin lassen. Ich konnte nur einfach nicht mehr warten…

Guten Appetit, eure Jana

Es ist wieder Bärlauchsaison: Bärlauchrisotto zum Verlieben

Die einen oder anderen Marktgänger oder exzessiven Einkäufer unter euch werden es vielleicht schon bemerkt haben: es gibt wieder nahezu überall Bärlauch. So heute auch beim Aldi und da bin ich sofort schwach geworden… Eigentlich wollte ich euch ein klassisches Risotto milanese machen, habe meinen IMG_3044Plan aber wegen des Bärlauchs über den Haufen geworfen. Aber das ist gar nicht schlimm, denn wenn ihr ihn einfach weglasst habt ihr euer klassisches Risotto. Das gilt jetzt auch meiner Schwester, die mich schon ewig damit nervt, dass ich mal mein Risotto hochladen soll. Liebe Grüße, Süße.

Zutaten für 4 Personen:

  • 1                         Zwiebel
  • 250 gr               Risottoreis
  • 150 ml              Weißwein
  • 500 ml              Gemüsebrühe
  • 50 gr                 Parmesan 
  • 1 EL                  Butter
  • (1/2 Bund         Bärlauch)
  •                           italienische Kräuter, Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst die Zwiebel ganz fein würfeln und in etwas Olivenöl in einer tiefen Pfanne glasig dünsten. Danach den Risottoreis mit anbraten und dabei alles gut umrühren, damit nichts anbrennt. Zum Reis muss man vielleicht noch anmerken, dass ihr unbedingt Risottoreis kaufen müsst, denn nur der enthält genug Stärke, damit das Risotto nachher richtig schön „schlotzig“ (s. mein Wörterbuch) wird. 

Nun die Zwiebeln und den Reis mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Dann nach und nach immer wieder etwas Brühe dazugeben und bei geringer Hitze köcheln lassen. Das stetige Umrühren ist hierbei ganz wichtig, denn  nichts ist ekliger als ein verbranntes Risotto… Glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche. Nun noch die Gewürze, die Butter und den Parmesan und gegebenenfalls auch noch den Bärlauch dazugeben und alles schön verrühren. Nochmal 3-5 Minuten köcheln lassen und dann genießen. Die Butter macht das ganze schön cremig und zusammen mit dem Parmesan auch noch richtig schön schlotzig. 

Anmerkung: Wiederaufwärmen ist bei Risotto so eine Sache. Mir hat ein Italiener mal gesagt, dass die beste Möglichkeit folgende ist: Man lässt das Risotto vom Vortag einfach nochmal mit etwas Gemüsebrühe in einer Pfanne langsam warm werden. Ausprobiert habe ich das leider noch nicht, weil ich noch nie was übrig hatte. Eine weitere Möglichkeit sind Arancini, kleine Risottobälle die frittiert werden. Vielleicht mache ich diese morgen von dem Rest… Wenn noch was übrig bleibt 😉

Guten Appetit, eure Jana

Wenn der April mal wieder nass-kalt ist: Papas Eintopf mit weißen Bohnen.

IMG_2958OMG! Ich liebe diesen Eintopf, denn er erinnert mich total an meine Kindheit. Es ist quasi eine Art Familienrezept, mein Papa macht ihn so, meine Oma hat ihn auch so gemacht und das könnte man wahrscheinlich noch ein paar Generationen so weiterspinnen. Das beste dabei: die Zutaten sind günstig, es geht schnell und man kann ihn super einfrieren. Einige von euch werden jetzt wahrscheinlich schon gelangweilt nicht mehr weiter lesen, weil sie Eintöpfe für ödes Senioren-Essen halten oder nicht schick genug finden. Aber glaubt mir, wenn ich sage, dass es nach einem kalten Apriltag absolut nichts besseres gibt, als diesen Eintopf. Also gibt dem ganze eine Chance.. Es lohnt sich.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1                  Zwiebel 
  • 6                  große Kartoffeln
  • 1 gr. Dose  weiße Bohnen mit Suppengrün
  • evtl. 6         Brühwürste
  • 150 ml       Weißwein 
  • 1 EL           Weißweinessig
  • 1 l               Gemüsebrühe
  •                    Pfeffer, Bohnenkraut

Zubereitung:

Die Zwiebel in feine Ringe schneiden und die Kartoffeln schälen und in 1-2 cm große Würfel schneiden. Dann die Zwiebeln in etwas Öl in einem großen Topf anbraten und anschliessend die Kartoffeln noch kurz mit anschwitzen. Kurz darauf mit Weißwein ablöschen und die weißen Bohnen abgießen und dazu geben. Mit der Brühe aufgießen und einmal kräftig umrühren. Anschliessend noch das Bohnenkraut (ca. 1 Teelöffel) hinzugeben und das ganze für 30 min köcheln lassen. Anschliessend noch mit dem Weißweinessig und etwas Pfeffer abschmecken und fertig ist der super leckere Eintopf, der garantiert so schmeckt wie bei Oma. Wer mag kann jetzt noch die Würstchen in kleine Stücke schneiden und weitere 5 Minuten mitkochen lassen. Danach einfach nur noch servieren und genießen.

Guten Appetit, eure Jana