30 Minuten voller Schweiß, Stress und Sorgen…

Stellt euch vor, es ist Freitagabend und ihr sitzt zuhause. Plötzlich klingelt das Telefon und eine alte Freundin, ein alter Freund sagt, dass sie/er gerade zufällig in der Nähe ist und gerne vorbeikommen möchte. Ihr schaut vor euch auf den dreckigen und voll gestellten Wohnzimmertisch und ein leichter Anflug von Panik macht sich in euch breit. Dann denkt ihr an eure Küche und die dreckige Wäsche, die im Bad auf dem Boden verteilt liegt und aus leichter Panik wird schnell eine Panikattacke. Ihr sucht nach einem Grund abzusagen, aber weil ihr keinen findet und euren Freund schon seit längerer Zeit nicht mehr gesehen habt, sagt ihr am Ende zu. Kaum habt ihr das Gespräch beendet lauft ihr los und verbringt die nächsten 30–60 Minuten damit, hektisch durch eure Wohnung zu laufen und krampfhaft zu versuchen zumindest das gröbste Chaos zu beseitigen. Dann klingelt es viel zu früh und beschämt und völlig außer Atem geht ihr zu Tür. Euer Freund ist da, doch so richtig freuen könnt ihr euch nicht.

Wem von euch kommt diese Situation bekannt vor? Wer von euch wurde sogar schonmal von Besuch ohne Ankündigung unangenehm überrascht? Mir ist das schon sehr oft passiert und wenn ich ehrlich bin habe ich das ein oder andere Mal auch so getan, als sei ich gar nicht zuhause. Ich habe das Licht ausgemacht und war ganz leise. Dann habe ich mich immer gleich doppelt geschämt, für meine Wohnung und für mein Verhalten.

Aber auch wenn ich schon Tage vorher von meinem Besuch wusste, endete es jedes Mal mit einem stressigen Putzmarathon in den Stunden davor. Mein vollkommen chaotischer Freund, der überall seine Spuren in Form von dreckigen Socken, Geschirr und Dokumenten hinterlässt war dabei keine Hilfe und auch mein Hund fing ab dem Moment, wo ich sein Spielzeug aufsammelte auch schon wieder an, dieses zu verteilen. Es war ein Teufelskreis und wenn der Besuch dann da war, wollte ich eigentlich nur noch schlafen gehen, vor lauter Müdigkeit. War der Besuch weg, wurde es sehr schnell wieder unordentlich, auch wenn mir die kurzzeitig aufgeräumte Wohnung immer ein Gefühl von Frieden gab. Doch es änderte sich nichts, bis ich mir irgendwann folgende Frage stellte:

Warum räume ich für meinen Besuch auf?

Jetzt werden die meisten von euch wahrscheinlich sagen, dass sie das tun, damit sich ihre Gäste wohlfühlen und weil sie sich sonst schämen würden. SO war das auch bei mir. Ich wollte eine gute Gastgeberin für andere sein und den Anschein erwecken, ich hätte meinen Haushalt (und damit indirekt auch mein Leben) im Griff. Den Grundgedanken der Gastfreundlichkeit finde ich gut, versteht mich nicht falsch, aber wenn ich die Frage etwas abändere werdet ihr verstehen, was mich an dem Gedanken richtig wütend macht.

Warum räume ich für meinen Besuch auf, aber nicht für mich?

Habe ich es nicht verdient mich wohlzufühlen? Denn wenn wir mal ehrlich sind, fühlen wir uns in dem Chaos auch nicht wirklich wohl und hätten lieber eine ordentliche Wohnung. Außerdem verbringen wir in unseren vier Wänden ein Vielfaches der Zeit, die unser Besuch bei uns verbringt. Wir sollten also auch einmal an uns denken. Für mich war und ist dieser Moment der Durchbruch. Das bedeutet nicht, dass ich auf einmal über Nacht total ordentlich war. Ehrlich gesagt habe ich immer noch meine Schwierigkeiten von Zeit zu Zeit. Aber ich war endlich motiviert etwas zu ändern und habe es in Angriff genommen und das könnt ihr auch. Ihr seid es euch wert!

Was folgte, war eine Odyssee durch das Internet, immer auf der Suche nach dem einen Trick, der alles so einfach machen würde. Was soll ich sagen? Ich habe ihn noch nicht gefunden, dafür aber eine Strategie, wie es trotzdem funktioniert mit mir und der Ordnung. Die würde ich gerne mit euch teilen auf diesem Blog (bzw. auf www.organisier-bar.de, sobald meine Domain endlich freigeschaltet wird …). Auch meine Reise aus dem Reich des Chaos ins Reich der Ordnung und Organisation ist noch lange nicht vorbei und ich würde mich freuen, wenn ihr mich auf meiner Reise und ich euch auf eurer begleiten dürfte.

Los geht es am Freitag mit einer Vorher-Nachher-Geschichte über meine Speisekammer. Das war der erste Raum, den ich kompromisslos in Angriff genommen habe und das Ergebnis war für mich einfach ein Befreiungsschlag. Generell wird der Rest des Monats März ganz im Namen der Vorratsaufbewahrung stehen und auch der allseits gehasste Kühlschrank wird entrümpelt und neu organisiert. Ihr dürft also gespannt sein.

Bis zum nächsten Mal, eure Jana

Hummusravioli an Tomatensugo und Salbeibutter (auch ohne Nudelmaschine)

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Vor einiger Zeit habe ich mir eine Nudelmaschine gekauft und wie das immer so ist, wollte ich die natürlich sofort ausprobieren. Nur an den Zutaten für die meisten Raviolirezepte fehlte es leider. Deswegen musste ich kreativ werden und durchforstete den Kühlschrank. Von der letzten Party waren noch etwas pikanter Hummus (gibt es beim Discounter) und Olivenfrischkäse übrig. Erst kam mir die Idee nicht sonderlich durchdacht vor, doch dann habe ich es gewagt und daraus eine Raviolifüllung „gebastelt“. Das war vielleicht eine Schnapsidee, denn mittlerweile stehe ich vor jeder Party oder jedem Essen mit Freunden bei uns zuhause für mindestens zwei Stunden in der Küche und mache Raviolis. Die Hübschen gehen jedes Mal weg wir warme Semmel, weswegen ich dann beim nächsten Mal noch mehr davon machen darf. Also Achtung: das Rezept macht absolut süchtig und ist aber leider auch etwas zeitintensiv, zumindest wenn man es für mehr als 4 Personen macht… Aber es ist die Arbeit absolut wert!  Das Sugo und die Salbeibutter findet ihr hier: http://janalavendel.de/?p=252

Zutaten für 4 Personen:

Für den Teig:

  • 200 g.                Hartweizengrieß 
  • nach Bedarf     Wasser

Für die Füllung:

  • 100 g.                 Hummus Pikant (gibt es bei Aldi, aber auch bei Lidl)
  • 100 g.                 Olivenfrischkäse/Frischkäse
  • 1                         Ei
  • 3 EL                   Paniermehl
  • etwas                 Salz 

Zubereitung:

Für den Teig gebt ihr einfach den Hartweizengrieß in eine Schüssel und füllt langsam etwas (ca. 90 ml) warmes Wasser hinein. Lieber am Anfang nur 80 ml Wasser dazu geben, man kann sich immer noch herantasten, sollte der Teig noch zu trocken sein. Aus den beiden Komponenten einen festen, homogenen Teig kneten und abgedeckt beiseite Stellen. 

Während sich jetzt der Teig noch weiter verbindet, kümmert ihr euch um die Füllung. Dafür nehmt ihr einfach den Hummus und den Frischkäse und vermengt beides mit dem Ei, dem Paniermehl und etwas Salz zu einer leckeren Masse. Dabei darauf achten, dass alles schön gleichmäßig verteilt ist… 

Nun geht es dem Nudelteig an den Kragen. Diesen nehmt ihr jetzt und rollte ihn flach aus. Dafür könnt ihr die Nudelmaschine oder aber auch ein einfaches Nudelholz verwenden. Wichtig ist, dass der Teig nachher nicht dicker ist, als zwei Millimeter. Bei der Nudelmaschine darauf achten, dass ihr mit der dicksten Stärke beginnt und dann langsam die Stärke verringert. (Bei meinem Rädchen stehen die Zahlen von 1-9 und ich beginne immer mit einer 9 und ende mit einer 5-7, je nach Geschmack.)

Wenn die Nudelplatten ausgerollt sind, braucht ihr ein Ravioliförmchen oder aber einen Servierring/ eine kleine Tasse und eine Gabel. Mit dem Ravioliförmchen verfahrt ihr, wie auf der Anleitung angegeben. Solltet ihr gerade keins zu Hand haben, tut es auch jede normale Tasse. Diese drückt ihr einfach von oben auf die Nudelplatte und stecht somit einen Kreis aus dem Teig. Dann nehmt ihr etwas von der Füllung und gebt es auf die Mitte des Teigkreises. Dabei nicht zu viel nehmen, damit sich die Ravioli noch gut schließen lässt und nichts herausquillt beim kochen. Dann einfach den Rand des Teiges mit ein wenig Wasser bestreichen und die Ravioli in der Mitte zusammenklappen, sodass ein Halbkreis entsteht. Jetzt die Ränder noch gut mit dem Finger aufeinander drücken und dann mit einer Gabel einmal rundherum den Rand andrücken. Dadurch halten die Ränder noch besser und ihr bekommt die typische Ravioli-Optik. 

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Anschließend die Ravioli noch in gesalzenem Wasser für 2 Minuten kochen und fertig sind eure kleinen Schmuckstücke, die schneller weg sein werden, als ihr gucken könnt.

Dazu passt am besten mein Tomatensugo, aber grundsätzlich könnt ihr die Raviolis auch mit vielen anderen Soßen kombinieren. Probiert es einfach mal aus.

Guten Appetit, eure Jana

Very-Berry-Torte, die kleine Fruchtbombe

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Eine gute Freundin von mit hat mir ein ganz tolles Buch auf einem Bücherflohmarkt gekauft, in dem es um außergewöhnliche Torten geht. Eine sah toller aus als die andere und ich hatte Schwierigkeiten mich zu entscheiden. Am Ende ist meine Wahl auf eine mit frischen Beeren gefüllte Torte gefallen, die ich aber vom Rezept etwas abgeändert habe. Im Original war es nämlich ein Zitronenkuchen mit Buttercremefrosting. Ich dachte zu den Beeren würde ein Schokokuchen vielleicht sogar noch besser passen und auch das Frosting wollte ich möglichst beerig machen. Diese Torte ist dabei entstanden…

Zutaten für eine Torte:

für den Teig

  • 345 ml        Buttermilch
  • 6 TL            Vanillezucker
  • 450 g          Butter
  • 600 g          brauner Zucker
  • 600 g          weißer Zucker
  • 9                 Eier
  • 3                 Eigelb
  • 480 g         Mehl
  • 225 g         Kakaopulver
  • 2 TL          Backpulver
  • 1 Prise      Salz

für das Frosting

  • 300 g        gefrorene Heidelbeeren
  • 45 g          Zucker
  • 1 EL         Speisestärke
  • 1 TL         Zitronensaft
  • 450 g        Frischkräse
  • 110 g        Butter
  • 270 g        Puderzucker
  • 1 Prise     Salz

Zubereitung:

Die Zubereitung ist genau dieselbe, wie bei meinen Schoko-Cupcakes, nur die Menge ist verdreifacht. Wie genau die nochmal gemacht wurde erfahrt ihr hier: http://janalavendel.de/?p=41

Natürlich wird der Teig bei unserer Torte nicht in Cupcakeförmchen, sondern in eine kleine runde Springform gegeben. Meine hatte einen Durchmesser von 25cm. Teil die Teigmenge einfach auf und backt zwei Böden. Den einen schneidet ihr in der Mitte durch und den auf den anderen legt ihr mittig eine große Tasse und drückt diese kurz fest. Wenn ihr jetzt an den eingedrückten Stellen mit einem Messer langschneidet, erhaltet ihr die Aussparung, die ihr braucht, um nachher die Beeren hineinzufüllen. 

Jetzt bereitet ihr das Frosting vor, indem ihr in einem kleinen Topf die gefrorenen Beeren, den Zucker und die Butter zum köcheln bringt. Wenn die Beeren schön weich sind, gebt ihr sie durch ein Sieb in eine Schüssel und lasst sie etwas abkühlen. Dann siebt ihr vorsichtig den Puderzucker dazu und rührt diesen gleichmäßig unter die Masse. Nun noch das Salz, die Stärke, den Zitronensaft und den Frischkäse vorsichtig unterheben und solange rühren, bis eine homogene Massen entstanden ist. Danach für etwa eine halbe Stunde kalt stellen. 

Nun nehmt ihr den mittleren Boden mit dem Loch und bringt auf die Oberseite etwas von unserem Frosting auf. Das macht ihr am besten mit einem Spachtel oder einem Brotmesser. Dann legt ihr den Boden mit der gefrosteten Seite nach unten auf den unteren Boden. Achtet dabei darauf, dass die Böden schön gleichmäßig übereinander liegen. Nun streicht ihr auch die andere Seite des mittleren Bodens mit dem Frosting ein und füllt die Beeren in den Zwischenraum. Dann einfach den oberen Boden darauf setzen und fertig ist euer doppelter Boden mit Beerenversteck. 

Als letztes einfach die gesamte Torte von aussen mit dem restlichen Frosting bestreichen und mit einem Spachtel oder einem großen Kuchenmesser glattziehen. Zum Abschluss noch ein paar Beeren auf die Torte legen und fertig ist eure Very-Berry-Torte. 

Fertig ist eure tolle Sommertorte, die der Renner auf jeder Grillparty und bei jedem Picknick ist. Denkt daran sie im Kühlschrank aufzubewahren, damit euch der Frischkäse nicht wegschmilzt bei den warmen Temperaturen.

Guten Appetit, eure Jana

Arancini – Meine kleinen Goldstücke

IMG_3427Immer wenn ich Risotto mache, mache ich direkt die doppelte Menge. Mit dem abgekühlten Rest forme ich dann kleine Bällchen, paniere und frittiere sie. Was dabei entsteht ist eine knusprige Kugel mit lecker cremig-schlotzigem Risotto im Inneren. Waaaahnsinnig lecker…

Zutaten für vier Personen: 

  • 1 Portion            Risotto vom Vortag (Rezept findet ihr hier: http://janalavendel.de/?p=269 )
  • 1 Tasse                Mehl
  • 3                           Eier
  • 2 Tassen              Paniermehl oder Semmelbrösel
  • etwas                   Salz und Pfeffer
  • 600 gr.                 Frittierfett

Zubereitung:

Am besten zieht ihr euch für die Zubereitung Einmalhandschuhe an, denn das Risotto zu formen ist eine sehr klebrige Angelegenheit. Nehmt drei Verschiedene Teller oder Schüsseln und verteilt das Mehl, die gequirlten Eier und das Paniermehl auf die einzelnen Gefäße. Dann formt ihr mit euren Händen eine Kugel, die in etwa die Größe einer Mandarine hat. Diese meliert ihr dann in Mehl, damit die Panade nachher besser haftet. Danach wird die Kugel im Ei geschwenkt und abschließend im Paniermehl gewälzt, bis sie rundum gleichmäßig paniert ist. So macht ihr das mit allen Kugeln und legt sie danach auf einen melierten Teller neben euren Topf. 

In diesem Topf erhitzt ihr jetzt das Fett, bis kleine Bläschen aufsteigen, wenn ihr einen Kochlöffel oder ein paar Krümmel des Paniermehls hineinwerft. Dann gebt ihr langsam die Risottokugeln in den Topf und wartet solange, bis diese schön goldgelb sind. Dann einfach wieder aus dem Topf nehmen und auf ein Zewa legen, damit das überschüssige Fett abgesaugt wird. Fertig sind eure Arancini! 

In Italien werden die kleine Leckerbissen gerne auch mit Speck oder Ragout gefüllt. Ich persönlich finde aber, dass das gar nicht nötig ist, denn das Risotto an sich ist bereits lecker genug.

Guten Appetit, eure Jana

Vancouver Island Oatbars, genau wie bei Starbucks

IMG_3023Diese Leckerbissen habe ich auf Vancouver Island bei Starbucks kennen und lieben gelernt. Dabei sind sie nicht nur total lecker, sondern auch gar nicht so ungesund, wenn man ein paar Sachen beachtet.

Zutaten für 12 Stück:

  • 1/2 Tasse              Butter 
  • 1/2 Tasse              brauner Zucker 
  • 1/4 Tasse              Agavendicksaft
  • 1/4 Tasse             Milch
  • 1/4 Teelöffel        Salz
  • 1/2 Teelöffel        Vanillezucker
  • 3 + 1/2 Tassen     Haferflocken

Zubereitung:

Nichts einfacher als das: Den Ofen auf 175 Grad Ober und Unterhitze vorheizen lassen und 2 Tassen der Haferflocken in einem Blender zu Mehl zerkleinern. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen und mit den restlichen Zutaten vermischen. Alles in einer Schüssel zu einem schönen Teig kneten und dann auf einem Stück Backpapier auf das Backblech verteilen. Danach einfach in den Ofen schieben und für ca. 20 Minuten, oder bis die Riegel schön golden sind backen. Danach auf dem Blech abkühlen lassen und dann in 12 gleichgroße Riegel schneiden. 

Kleiner Tipp, meine sind eigentlich noch nicht golden genug gewesen, also lieber noch was länger drin lassen. Ich konnte nur einfach nicht mehr warten…

Guten Appetit, eure Jana

Es ist wieder Bärlauchsaison: Bärlauchrisotto zum Verlieben

Die einen oder anderen Marktgänger oder exzessiven Einkäufer unter euch werden es vielleicht schon bemerkt haben: es gibt wieder nahezu überall Bärlauch. So heute auch beim Aldi und da bin ich sofort schwach geworden… Eigentlich wollte ich euch ein klassisches Risotto milanese machen, habe meinen IMG_3044Plan aber wegen des Bärlauchs über den Haufen geworfen. Aber das ist gar nicht schlimm, denn wenn ihr ihn einfach weglasst habt ihr euer klassisches Risotto. Das gilt jetzt auch meiner Schwester, die mich schon ewig damit nervt, dass ich mal mein Risotto hochladen soll. Liebe Grüße, Süße.

Zutaten für 4 Personen:

  • 1                         Zwiebel
  • 250 gr               Risottoreis
  • 150 ml              Weißwein
  • 500 ml              Gemüsebrühe
  • 50 gr                 Parmesan 
  • 1 EL                  Butter
  • (1/2 Bund         Bärlauch)
  •                           italienische Kräuter, Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst die Zwiebel ganz fein würfeln und in etwas Olivenöl in einer tiefen Pfanne glasig dünsten. Danach den Risottoreis mit anbraten und dabei alles gut umrühren, damit nichts anbrennt. Zum Reis muss man vielleicht noch anmerken, dass ihr unbedingt Risottoreis kaufen müsst, denn nur der enthält genug Stärke, damit das Risotto nachher richtig schön „schlotzig“ (s. mein Wörterbuch) wird. 

Nun die Zwiebeln und den Reis mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Dann nach und nach immer wieder etwas Brühe dazugeben und bei geringer Hitze köcheln lassen. Das stetige Umrühren ist hierbei ganz wichtig, denn  nichts ist ekliger als ein verbranntes Risotto… Glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche. Nun noch die Gewürze, die Butter und den Parmesan und gegebenenfalls auch noch den Bärlauch dazugeben und alles schön verrühren. Nochmal 3-5 Minuten köcheln lassen und dann genießen. Die Butter macht das ganze schön cremig und zusammen mit dem Parmesan auch noch richtig schön schlotzig. 

Anmerkung: Wiederaufwärmen ist bei Risotto so eine Sache. Mir hat ein Italiener mal gesagt, dass die beste Möglichkeit folgende ist: Man lässt das Risotto vom Vortag einfach nochmal mit etwas Gemüsebrühe in einer Pfanne langsam warm werden. Ausprobiert habe ich das leider noch nicht, weil ich noch nie was übrig hatte. Eine weitere Möglichkeit sind Arancini, kleine Risottobälle die frittiert werden. Vielleicht mache ich diese morgen von dem Rest… Wenn noch was übrig bleibt 😉

Guten Appetit, eure Jana

Wenn der April mal wieder nass-kalt ist: Papas Eintopf mit weißen Bohnen.

IMG_2958OMG! Ich liebe diesen Eintopf, denn er erinnert mich total an meine Kindheit. Es ist quasi eine Art Familienrezept, mein Papa macht ihn so, meine Oma hat ihn auch so gemacht und das könnte man wahrscheinlich noch ein paar Generationen so weiterspinnen. Das beste dabei: die Zutaten sind günstig, es geht schnell und man kann ihn super einfrieren. Einige von euch werden jetzt wahrscheinlich schon gelangweilt nicht mehr weiter lesen, weil sie Eintöpfe für ödes Senioren-Essen halten oder nicht schick genug finden. Aber glaubt mir, wenn ich sage, dass es nach einem kalten Apriltag absolut nichts besseres gibt, als diesen Eintopf. Also gibt dem ganze eine Chance.. Es lohnt sich.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1                  Zwiebel 
  • 6                  große Kartoffeln
  • 1 gr. Dose  weiße Bohnen mit Suppengrün
  • evtl. 6         Brühwürste
  • 150 ml       Weißwein 
  • 1 EL           Weißweinessig
  • 1 l               Gemüsebrühe
  •                    Pfeffer, Bohnenkraut

Zubereitung:

Die Zwiebel in feine Ringe schneiden und die Kartoffeln schälen und in 1-2 cm große Würfel schneiden. Dann die Zwiebeln in etwas Öl in einem großen Topf anbraten und anschliessend die Kartoffeln noch kurz mit anschwitzen. Kurz darauf mit Weißwein ablöschen und die weißen Bohnen abgießen und dazu geben. Mit der Brühe aufgießen und einmal kräftig umrühren. Anschliessend noch das Bohnenkraut (ca. 1 Teelöffel) hinzugeben und das ganze für 30 min köcheln lassen. Anschliessend noch mit dem Weißweinessig und etwas Pfeffer abschmecken und fertig ist der super leckere Eintopf, der garantiert so schmeckt wie bei Oma. Wer mag kann jetzt noch die Würstchen in kleine Stücke schneiden und weitere 5 Minuten mitkochen lassen. Danach einfach nur noch servieren und genießen.

Guten Appetit, eure Jana

Pasta mit cremiger Bärlauch-Pilzsauce

Eigentlich wollte ich heute ein Bärlauchrisotto  kochen und für euch hochladen, doch während die Zwiebeln schon in der Pfanne waren, habe ich gemerkt, dass ich gar keinen Risottoreis mehr in der Vorratskammer habe… Blöd gelaufen, denn ohne Risottoreis gestaltet sich das Kochen eines Risottos äusserst schwierig. Natürlich war heute dann auch noch Feiertag (eigentlich sollte ich heute Fische kochen, war bestimmt Karma…) und ich konnte nicht eben ins Auto IMG_2945oder aufs Fahrrad springen und zum Supermarkt fahren. Deswegen ist aus dem Risotto doch ein Pastagericht geworden und dieses wurde um ein paar leckere Pilze, die ich zum Glück noch im Gefrierfach hatte, ergänzt.

Zutaten für 2 Personen:

  • 200gr          Pasta nach Wahl
  • 1                  Zwiebel
  • 1 Bund       Bärlauch
  • 1 Flasche   Rama Cremefine (7%)
  • 100gr         TK-Pfifferlinge/Steinpilze
  • 100 ml       Weißwein 
  • 1 TL           gekörnte Gemüsebrühe
  •                    Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst den Bärlauch gründlich waschen, die Stengel abschneiden und die Blätter in feine Streifen schneiden. Danach die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl in einer Pfanne zusammen mit dem Bärlauch  anbraten. Die gefrorenen Pilze hinzugeben und etwas weiterbraten. Dann mit dem Weißwein ablöschen und 2 Minuten reduzieren lassen. Sobald die Flüssigkeit fast komplett verdampft ist die Rama hinzugeben und alles schön umrühren, damit sich der Bratensaft der Pilze und der Bärlauch schön verteilen können. Dann die Brühe hinzugeben und abschliessend mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Wie ihr Nudeln kocht, brauche ich euch nicht zu erzählen, also einfach die zuvor von euch gekochten Nudeln in die Pfanne mit der Sauce geben und darin schwenken. So verteilt sich die Soße schön und die Nudeln nehmen besonders viel davon auf. Danach noch anrichten und schon ist es vollbracht.

Guten Appetit, eure Jana

Der Sommer im Glas: Zitronen-Mascarpone-Sorbet

IMG_2912Der Frühling hat offiziell begonnen und langsam sieht man auch wieder den Eiswagen durch die Straßen fahren. Es wird also endlich wieder Zeit für Eis. Ich persönlich mag Milcheis nicht so super gerne und bevorzuge Sorbets, denn die sind oft leichter und trotzdem super fruchtig. Deswegen wollte ich mit einem Klassiker anfangen: dem Zitronensorbet. Dieses Rezept ist aber zusätzlich noch mit etwas Mascarpone verfeinert und wird dadurch total lecker cremig.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 200 ml        Wasser
  • 150 gr         Zucker
  • 200 ml        Zitronensaft 
  • 1                  Abrieb einer Zitrone
  • 1 EL            Mascarpone

Zubereitung: 

Das Wasser mit dem Zucker in einem kleinen Topf aufkochen lassen und fünf weitere Minuten köcheln lassen. Danach 15 Minuten abkühlen lassen und anschliessend den Zitronensaft und den Abrieb einer Zitrone unterrühren. Noch weitere 5 Minuten abkühlen lassen und dann langsam die Mascarpone unterheben, bis diese absolut homogen  untergemischt ist. 

Danach in ein kälteunempfindliches Gefäß geben und in die Tiefkühltruhe oder den Gefrierschrank stellen. Dabei einmal pro Stunde kräftig umrühren, damit das Sorbet auch schön locker wird und nicht hart und fest wie Kratzeis. Nach 4-6 Stunden ist das Sorbet fertig und bereit von euch verschlungen zu werden… 

Kleine Anmerkung: Das ganze funktioniert natürlich noch einfacher, wenn man eine Eismaschine zur Hand hat, ist aber absolut kein Muss, denn es funktioniert auch gut ohne.

Guten Appetit, eure Jana